Wiedersehen nach 67 Jahren - Unsere Theodor-Herzl-Schule in Berlin (1920 - 1938) • Der Film

Wir - damals und heute

DVD-Inlet outer Junge Menschen, Schüler, die flüchten, die eine Heimat verlassen müssen, die dem Tod entkommen, die ein junges Leben fortführen wollen - das waren wir damals. Mittlerweile Menschen im hohen Alter, die erinnern, die ihre alte veränderte Heimat besuchen, die sich vielleicht nach 67 Jahren erstmals wieder gegenüberstehen - das sind wir. Das möchten wir, die 35 ehemaligen Herzl-Schüler und Herzl-Schülerinnen, festhalten, dokumentieren. Das möchten wir der Nachwelt übergeben. Wir haben uns vor die Mikrofone gesetzt und begannen uns zu erzählen, wir wurden von einer Kamera eine Woche begleitet und fanden unsere Erinnerungen festgehalten.

Sechsundzwanzig Lebensgeschichten von uns für die Nachwelt, die wir auf allen Kontinenten verstreut wohnen und Familien haben. Manche von uns trafen sich im Juni 1996 in Israel zu einem Wiedersehen, manche erst im Oktober 2006, in der Stadt, wo sich unsere Schule befand. Ihr könnt uns hören, ihr könnt uns sehen. Die hier vorgestellten Ton- und Bilddokumente soll uns euch näher bringen, als gedruckte Worte es schaffen. Wir denken, daß es gelungen ist. Wir denken, daß alles gut gelungen ist - alles Gedruckte, Aufgenommene, Gefilmte. Alles, was uns in Erinnerung hält. (Text: Martin Wünsch)

Der Film zum Treffen im Oktober 2006

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Im Oktober 2006 treffen sich die Schüler und Schülerinnen der Theodor Herzl Schule erstmals nach 67 Jahren in Berlin. Das ist kein gewöhnliches Schultreffen: Die Schule wurde 1920 durch den Jüdischen Schulverein gegründet und in der Reichspogromnacht zerstört. Viele Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren konnten Deutschland verlassen und fanden durch die „Jugendaliya“-Organisation im damaligen Englischen Mandatsgebiet Palästina eine neue Heimat. 10.000 Kinder wurden in England aufgenommen; einige fanden in anderen Ländern, wie Schweden, Schutz. Sie verließen Deutschland ohne ihre Familien. Die meisten sahen ihre Eltern nie wieder. Diejenigen, die bis 1942 den Machtbereich der Nazis nicht verlassen konnten, wurden in die osteuropäischen Vernichtungslager verschleppt und ermordet. Einige wenige überlebten im Untergrund.
Jetzt, nach 67 Jahren, finden sich 35 der ehemaligen Schüler in Berlin ein. Sie treffen sich in dem Land, in dem sie geboren wurden und an dem so viele persönliche Erinnerungen hängen. Die Männer und Frauen, nun zwischen 80 und 90 Jahren alt, bringen ihre Kinder und Enkelkinder mit. Sie erzählen einander von ihrem neuen Leben nach der Flucht. Darauf hatte sie ihre ehemalige Schule so gründlich vorbereitet.

Im Rahmen ihrer Zusammenkunft anlässlich der Ausstellungseröffnung über die Theodor Herzl Schule hatte der ehemalige Schüler, Adin Talbar, die Idee dieser Dokumentation. Er wollte die Eindrücke des Wiedersehens festhalten. Mit Hilfe von Karin Viklund Bornhauser fand er Josie Rücker in der Filmhochschule, die die Gruppe eine Woche hinter der Kamera begleitete.

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